Wann wird es mal wieder richtig Sommer?☀️

Na, wer von euch hat jetzt auch eine Melodie im Ohr? Die paar Kinder der Gen Z, die wie ich noch Glück hatten, mit den selbstgebrannten CDs von Papa und/oder Onkel aufwachsen zu dürfen, wissen direkt worum der Song von Rudi Carell aus dem Jahr 1975 handelt. 

Der Sommer soll zurück, genau so wie man ihn idealtypisch kennt — Schwimmbad, Hitzefrei, Eis und natürlich hohe Temperaturen, die einem den Schweiß aus den Poren treiben. Das alles klingt erstmal wunderbar idyllisch, die Sehnsucht ist deutlich spürbar, doch klingen diese hohen Temperaturen nicht etwas bedrohlich, für das dass wir erst 1975 haben?

Wenn es dir wie mir geht, dann finde ich es schon beängstigend, dass die Beschreibung des Sommers von 1975 nicht mehr ganz der Realität entspricht. Dazwischen liegen nur 51 Jahre. Damals sang Rudi Carell noch „von Sonnenschein von Juni bis September“, heutzutage kann man eher „von Sonnenschein von Mai bis Oktober“ sprechen, wenn man von den paar Ausreißen nach oben im Frühjahr oder Spätherbst absieht – ganz schön viel Wärme übers Jahr verteilt, oder?

Dass die Erde immer wärmer wird, ist kein Zufall, es ist das Produkt aus fortschreitender umweltzerstörerischer Industrialisierung, Treibhauseffekt und leider auch der Arroganz der Menschen und der Politik, daran etwas ändern zu wollen. Das Endprodukt ist der Klimawandel, mit dem eine ganze Generation alleine zurecht kommen muss.

Die Folgen sind schwerwiegend, Umweltzerstörung durch Hitze, Ernteausfälle, Menschen die Verdursten, all das sind Fälle, die sowohl in Europa, als auch hier bei uns in Deutschland auftreten. Ist das wirklich der Sommer, den wir haben wollen, den wir uns zurück sehnen?

Fest steht, es wird von Jahr zu Jahr heißer, jedes Jahr wird der Hitzerekord des vorherigen Jahres geknackt. Doch was können wir als junge Generation aktiv dafür tun, dass wir unseren Sommer wieder genießen können und nicht Angst haben, umzukippen, weil der Kreislauf es von Jahr zu Jahr schwerer hat? (Zumindest ist das meine Erfahrung und da soll nochmal jemand sagen, der Klimawandel existiert nicht.)

Die Antwort ist: Unbequemlichkeit. Die meisten unserer Erfindungen in der modernen Welt sind auf Bequemlichkeit ausgerichtet. Dass die Umwelt darunter leidet, spielt für die meisten eine sekundäre Rolle. Diese Unbequemlichkeit muss natürlich erst gelernt werden, und auch jeder muss für sich entscheiden, was unbequem bedeutet. Doch wenn jeder auch nur einen kleinen Teil Verzicht leistet, so können wir alle dazu beitragen, dass der Sommer wieder erträglich und nicht lebensbedrohlich wirkt — vielleicht nicht heute, vielleicht nicht morgen. Aber unserer Kinder und Enkel werden es uns danken.

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